Monaco – das bedeutet Luxus, Glamour, Action, Vergnügen. Und wo sich die Schönen und Reichen der Welt tummeln, da darf exquisiter Reitsport nicht fehlen. Monaco und der Stadtteil Monte Carlo, bekannt für sein Casino und Spielplatz der Prominenz, hat alles, was das Herz begehrt – nur eines fehlt: Platz!
Im Zwergstaat herrscht Raumnot, und doch fanden die Initiatoren der Global Champions Tour um Jan Tops ihr Fleckchen Erde für Springsport feinster Couleur: Am Fuße von „Le Rocher“, dem historischen Kern Monacos, wurde eine Springarena direkt am Hafen von Monte Carlo aus dem Boden gezaubert. VIP-Zelte, edle Ausstellungsstände und die Yachten im Mittelmeerhafen zum Greifen nah, der Reiz des Besonderen macht Monte Carlo einzigartig.

Wo sonst die Formel 1 mit Motorenlärm und Benzingeruch die Luft erfüllt, hörten die Leute im spektakulären Umfeld nun Pferde schnauben, Stangen fallen und Sieger jubeln. Auch Prinz Albert II von Monaco und Prinzessin Caroline gönnten sich das Erlebnis Springsport und waren zu fast allen Springen persönlich anwesend.
Die nur 26 m breite Arena stellte mich als Course Designer vor die Herausforderung, Parcours zu bauen, die dem Anspruch einer Global Champions Tour-Etappe gerecht werden und sich dennoch auf dem auch für die Reiter anspruchsvollen Platz flüssig und schön reiten lassen. Die zweite Besonderheit bestand darin, mit dem Design der neu entworfenen Hindernissen dem besonderen Flair des Stadtstaates an der Côte d’Azur auch gerecht zu werden.
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Die Atmosphäre beim Flutlichtspringen war ein Höhepunkt der planerischen Arbeit.
Die größte Aufgabe aber sicherlich der Grand Prix am Sonntag.
Im Großen Preis lag die schwierigste Passage der ersten Runde in der 270°-Wendung von Hindernis 8 über 9 nach 10, während im zweiten Umlauf die dreifache Kombination die besondere Herausforderung darstellte.
Ich hatte mir im Vorfeld 10 Reiter ohne Fehler für den zweiten Umlauf und 5 Nuller für das Stechen gewünscht – und mein Plan ging auf: Von den 11 fehlerfreien Ritten im ersten Umlauf blieben nach der zweiten Runde vier Reiter für das Stechen übrig.
Schließlich gewann der Amerikaner Richard Spooner mit zwei Hundertstel Sekunden Vorsprung und erhielt die Siegprämie von 100.000 € vor Markus Ehning, der 60.000 € gewann – wenige Hundertstel machten für ihn 40.000 € Unterschied… Den Reitern im Stechen verdankten wir ein Herzschlagfinale nach Maß – wie gemacht für das monegassische Ambiente.
Neben dem Sport stand Monte Carlo selbstredend auch für Glamour und Luxus drumherum. Die Gala am Freitagabend bot Akrobatik, Artistik, Mittelmeerfeeling und das besondere Etwas, sie zog jeden in ihren Bann. Gefeiert wurde bis in den frühen Morgen…

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